AKTUALISIERUNG VOM  29.10.13

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Texte von der CD “lter wordn” von Andreas Menrath

Alle Texte stammen von Andreas Menrath

©Alle Rechte vorbehalten

Inhaltsverzeichnis

  • Valentin
  • Drachen steigen
  • Grod erst gschnoid
  • Du riachst wia da Sommerwind
  • Alzheimer
  • verloren
  • Hohe Munde
  • Es ist noch Sehnsucht ber
  • Es lt net los
  • A wengal lter worden
  • 1. Valentin

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 15.01.2000

Schaust du mi o, hob I verlorn.

Dei Lacha vertreibt jeden Zorn.

Hob i an Stre und grantel rum.

Drahst du mei Stimmung um..

Lachst du mi o so natrlich frech,

dann geht's uns guat, weil des is echt.

So manche Dog find i koa Ruh- (Ruah),

nimmst du mei Hand mei Bua.

So mancher hot im Leben a recht a Plag

Fr mich ist jeder Dog - Valentinsdog,

und was i dir damit sog?

dass i di so wahnsinnig gern mog.

Tust du dir weh und weinst vor Schmerz

Komm in meine Arme drck dich ans Herz.

So mancher Schmerz is bald vorbei.

es soll immer so sein.

Schleichst dich ins Herz, mit de 2 Jahr,

a jeder findet des wunderbar.

Natrlich zu sein fllt uns oft schwer.

Ohne di wr es so leer.

So mancher hot im Leben a recht a Plag

Fr mich ist jeder Dog - Valentinsdog,

und was i dir damit sog?

dass i di so wahnsinnig gern mog.

Und schleicht se Angst in mein Kopf in da Nacht,

es knnt dir was passieren und da is nermdt der wacht.

Schreck i auf und schau gleich nach.

Erleichtert saig i du bist da.

2. Drachen stei9gn

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 08.11.99

Wenn da Herbstwind de Blattl von de Bam verziagt

und se hinter so mancher Masken Wehmut verbirgt,

geh i gern naus auf`d Wiesn und schau mir die Farben on.

Lass an Drachen steigen und langsam ziagt a mi in seinen Bann.

Wenn die Wlder berziehen ihr Gewand mit Gold

Und so manche Tonart wechselt von Dur in Moll.

Geh i gern und schau de Schwammerl beim Wachsen zua,

und saig i in der Ferne an Drachen von am kloana Bua.

Weit, weit oben, tanzt wenns kaider wird a Drachen mir an Herbsttanz vor,

nd i lass mi einfach treiben wie a kloana Bua,

komm und setz de mit zu mir ins Gras dazua.

Wenn die Sonnenstrahlen erna letzte Kraft verlieren,

und so mancher guade Wein in am Fassl gehrt.

Sitz i gern no auf am Bankerl an am Waldesrand

Und saig die Kinder mit de Drachn in der Hand.

Weit, weit oben, tanzt wenns kaider wird a Drachen mir an Herbsttanz vor,

nd i lass mi einfach treiben wie a kloana Bua,

komm und setz de mit zu mir ins Gras dazua.

Weit, weit oben, tanzt wenns kaider wird a Drachen mir an Herbsttanz vor,

nd i lass mi einfach treiben wie a kloana Bua,

komm und setz de mit zu mir ins Gras dazua.

3. Grod erst gschnoid, so is vorbei

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 09.11.99

Mir is als wrns grad a paar Monat her

seit meiner ersten Zigaretten,

und gmoant hamma jetz is ois vorbei,

koana kann uns vor de Pershing rettn.

Dann war de groe Hungersnot in tiopien

und der Band Aid Dog.

A paar Jahr vorher is dann oana kemma,

der uns 16 Jahr nimma verlassen hod.

Doch is des ois scho wieder lang her,

de Zeit vergeht so schnell und des gfoid ma heit nimma mehr.

Mir is als wrs erst gestern gwesen,

seit dem in Tschernobyl `s AKW in`d Luft gflogn is.

De Moskauer haben a a wengal bled gschaut,

als da Rust auf`m roten Platz mit`m Fliga war.

Grod hob i ghrt, dass a paar Amifliaga

a paar Husl in Gadafi-Land zerbombt haben.

Und grad wars da in de Nachrichten,

dass da FJS des Zeitliche gsegnet hat.

Doch is des ois scho wieder lang her,

de Zeit vergeht so schnell und des gfoid ma heit nimma mehr.

Mir is als s ich grad vorm TV

und schau zua, wie in Berlin d`Mauer einfoid.

Grod war de Musi no so wahnsinnig wichtig

Is es scho Jahre seit dem letzten Auftritt her.

Grad gschnoid, dass mir zu zwoat warn,

hoit i unsa ersts Kind aufm Arm.

Und dann no zwoamoi umdraht,

saig i , dass mir derweil scho zu fnft san.

Doch is des ois scho wieder lang her,

de Zeit vergeht so schnell und des gfoid ma heit nimma mehr.

4. Du riachst wia da Sommerwind

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 09.11.99

De Zeit hod uns scho manche harte Nuss zum Knacken gehm,

i bin aber net unzufrieden ber unser Leben.

Manchmoi bleibt fr uns zwoa leida kaum mehr Zeit,

es gibt so viel zu tun da Altag macht se breit.

De Kinder brauchen uns und mir haben ois zu gebn,

des zerrt an uns und es fllt schwer am Abend no zu redn.

Manchmoi erwart i von dir vielleicht fui zu fui,

und hob fr di und deine Sorgen gar koa Gfui.

Aber manchmoi riachst du gar soguat, dann kocht in mir mei ganzes Bluat,

dann riachst du wie da Sommerwind

und i muass an dir riacha geschwind.

Es bleibt uns kaum mehr Zeit fr des was uns einst gar so wichtig war.

De Kinder de werdn lter immerfort und irgendwie is es wunderbar.

So manches was wir brauchen habn mir zwei schon fast verlernt

Heute werden wir von unsere Kinder hauptschlich umschwrmt.

Aber manchmoi riachst du gar soguat, dann kocht in mir mei ganzes Bluat,

dann riachst du wie da Sommerwind

und i muass an dir riacha geschwind.

Aber manchmoi riachst du gar soguat, dann kocht in mir mei ganzes Bluat,

dann riachst du wie da Sommerwind

und i muass an dir riacha geschwind.

5. Alzheimer

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 06.11.99

Die Oma lebt seit vielen Jahren in ihrer den Welt.

Es macht ihr gar nichts Freude mehr es gibt nichts mehr was zhlt.

Sie wei nicht mehr was Gestern war, was ist, ist schon vorbei,

stets kommt der gleiche Satz von ihr, und wie geht's sonst all weil?

Die Oma hat seit vielen Jahren nichts mehr was sie hlt.

Das sagt sie oft, vergisst es dann, darum bleibt sie auf der Welt.

Sie wei nicht, was macht Leben aus, sie schimpft den ganzen Tag.

Und meint es einer gut mit ihr, dem macht sie gleich das Leben hart.

Die Oma wei seit vielen Jahren nicht mehr, was sie will?

Was man ihr sagt, es ist verkehrt. Am Besten ist man still.

Sie wei nicht mehr was wirklich war, ihr Leben war nur Traum.

Die Alzheimer hat sie erwischt, sie, unsern alten Baum.

Natrlich hrt sich`s lustig an, wenn ich darber sing.

Doch traurig ist es so wie so, fr die, die an ihr hing.

Sie wei nicht mehr wer Tochter war und wer war Ehemann.

Ihr Leben hat sie glatt vergessen und schaut uns traurig an.

6. "Verloren"

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 08.11.99

Gestern hab i Fernsehn gschaut

i hab meine Augn net traut.

Do bin I traurig wordn,

hab i denn wirklich so verlorn?

I bin zu dick, ich bin nicht schee.

Kann need immer aufrecht geh.

Zahl nicht mit Card, lieber in bar,

und aufm Rcken hab i Haar.

Gestern hab i Fernsehn gschaut

hab meine Augn net traut.

Do bin I traurig wordn,

hab i denn wirklich so verlorn?

Ich hab des falsche Ideal,

was ich auch fhl ist ganz egal.

Ich hab de falschen Hosen an,

ist was vorbei fang ich erst an.

Gestern hab i Fernsehn gschaut

i hab meine Augn net traut.

Do bin I traurig wordn,

hab i denn wirklich so verlorn?

Bin recht normal, und meistens fair,

bin leider auch kein Millionr.

Meine Nase ist so krumm,

die Ohren stehen ab, wie dumm.

Gestern hab i Fernsehn gschaut

i hab meine Augn net traut.

Do bin I traurig wordn,

hab i denn wirklich so verlorn?

Kenne mich nicht aus im Brsengeschft

Und meine Zhne de sind noch echt.

Ich bin auch gar kein echter Mann,

weil ich mit 30 cm nicht mithalten kann.

Gestern hab i Fernsehn gschaut

i hab meine Augn net traut.

Do bin I traurig wordn,

hab i denn wirklich so verlorn?

7. Hohe Munde

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 06.11.99

Die Freiheit hod di aufezogn,

auf de hchsten Berg.

Watzman, Wendelstein und Birkar Spitz,

de waren dir`s Leben wert.

De Oana fahrn mit dem Radal nauf,

de andern gehen zu Fu.

De Freiheit wohnt hoid auf de Berg

und so ma naufgeh mua.

Die Aussicht hod di aufetragnm,

auf die Hohe - Mund`.

Die Berge warn dei grte Freud

und`s wandern is so gsund.

De Oana genga jede Woch,

de Andern genga nie.

Die Sehnsucht wohnt hoid auf de Berg

da scheut ma keine Mh..

Es gibt halt kein Entkommen,

wenn dir die Berge schreien.

So musst du gehen zum letzten mal,

verstehts auch nicht der Leihe.

Die Freiheit hod di aufezogn,

zur letzten freien Stund.

Seit dem bist du und bist doch net

unten auf der Hohen - Munde.

8. Es ist noch Sehnsucht ber

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 06.11.99

Es ist noch Sehnsucht ber,

nach all den schnellen Jahren.

Die Mauer ist schon lange gefallen,

wer wei noch, dass da Zune waren?

Es ist noch Sehnsucht ber,

nach all der neuen Zeit.

In Herzen stehen Mauern lnger,

und sind auch Zune nicht so weit.

Es ist noch Sehnsucht ber,

nach all der Gerechtigkeit.

Wo Mauern waren stehen jetzt Wnde,

dahinter vergeht so schnell die Zeit.

Es ist noch Sehnsucht ber,

nach all der fetten Kost.

Es riecht so gut nach frischem Gras,

doch bald schon siegt der kalte Frost.

Es ist noch Sehnsucht ber,

nach all den fetten Jahren.

Wer wei, dass da einst Trume siegten,

als wir noch jnger waren?

9. Es lt net los

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 06.11.99

Manchmoi host du zu viel Angst,

vor dem was da so kimmt.

Du denkt darber zu viel nach,

woast nimma wie ma sich benimmt.

Oft schiet dir was durch den Kopf,

es kreist und hlt dich wach.

Du redest nicht und schweigst de aus,

holst lieber de Flasch`n aus`m Fach.

Du bringst dein Kopf einfach nicht leer.

na, na, na, erst wenn du trinkst fllt dir des Leben nimmer mehr so schwer.

Lustig sein und einfach lachen,

des fllt dir halt so schwer.

Irgendwas lt dich net los,

und wehrst dich dagegen noch so sehr.

Du lenkst dich ab in einer Tour,

machst Beschftigungstherapie.

Du versuchst jetzt fters drber`z reden,

doch es lt di net los, es macht dich hin.

10. A wengal lter (aider) wordn

Text und Musik :Andreas Menrath

Eching 24.01.2000

Mir san a webgal ider wordn,

ob reifer, na wer wei.

De Haar san lngst schon krzer gschorrn,

und mancher hat sein Ziel verlorn.

Mir san a wengal trger wordn,

doch Lahmarsch mua net sei.

De Bich san a scho dicker wordn,

so manches "Gwicht " ging auch verlorn.

De Wege ham se so oft kreuz6t, doch gsaing ham mir uns ned.

Mir san a wengal ida wordn, a jeda auf seim Weg.

Mir san a wengal gscheider wordn,

ob weiser? Na wer woa.

So mancher hod sei Stimm verlorn.

So mancher Redner wurde geborn.

Mir san uns a wengal fremder wordn,

haben mir uns kennt, wer woa?

De Zeit schnitzt uns gar manche Kerbn,

wenn d`Leit so ida werdn.

De Wege ham se so oft kreuz6t, doch gsaing ham mir uns ned.

Mir san a wengal ida wordn, a jeda auf seim Weg.

Mir san a wengal ida wordn,

Doch id san mir no ned.

So manches Gfui habn mir versprengt,

wenn's wieda kimmt derfs nei.

 

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